Schwerpunkte unserer Forschung
Unterschiedliche Erklärungsansätze zu Entstehung und Verlauf von Erkrankungen weisen schon lange auf Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper hin. Insbesondere neuere Erkenntnisse aus den Verhaltens- und Neurowissenschaften sowie der Immunologie dokumentieren eindrücklich dass psychische und körperliche Prozesse miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen. Die Arbeitsgruppen unseres Institutes analysieren in unterschiedlichen tierexperimentellen Forschungsansätzen und in Untersuchungen an gesunden Menschen und Patienten diese Kommunikation zwischen psychischen Prozessen, dem Gehirn und körperlichen Funktionen. Dazu untersuchen wir zum einen wie Funktionen des peripheren Immunsystems neuropsychologische Prozesse wie Lern- und Gedächtnisfunktionen beeinflussen und wie umgekehrt, über assoziative Lernprozesse, immunologische Funktionen im Rahmen einer Placeboantwort gesteuert werden können. Zum anderen untersuchen wir die psychische und neuronale Verarbeitung von Schmerzreizen und analysieren, wie diese Schmerzverarbeitung sich durch Lernprozesse beeinflussen lässt. Darüber hinaus konzentrieren sich unsere Forschungsaktivitäten auf die funktionalen Zusammenhänge zwischen neuronalen Prozessen und peripheren Immunfunktionen. Hier analysieren wir die Auswirkungen von Stressexposition und psychosozialen Belastungen auf die Immunabwehr.
Unser übergeordnetes Ziel ist es aufbauend auf den grundlagenwissenschaftlichen Erkenntnissen dieser Forschungsansätze neue Behandlungsoptionen für Patienten zu entwickeln, bzw. durch den gezielten Einsatz von Verhaltensprotokollen bestehende pharmakologische und nicht-pharmakologische Behandlungsansätze weiter zu optimieren.
Die Forschungsprojekte der Arbeitsgruppen sind Drittmittel-gefördert und teilweise integriert in folgende Forschungsverbünde:
DFG-Forschergruppe (FOR 1581): „Extinction Learning: Neural Mechanisms, Behavioural Manifestations, and Clinical Implications.“
DFG Forschergruppe (FOR 751): “The Science of Social Stress”.
DFG Forschergruppe (FOR 1328): „Expectation and conditioning as basic mechanisms of the placebo and nocebo response – From neurobiology to clinical applications“.
DFG Graduiertenkolleg (1045): „Modulation von Wirtszellfunktionen zur Behandlung viraler und bakterieller Infektionen“.



